Wie sich die Kosten unterscheiden

Diese Seite vergleicht die Kostenlogik und nicht die Preise. Beide Hersteller veröffentlichen ihre Listen selbst und ändern sie, und eine Zahl, die hier veraltet, richtet mehr Schaden an als eine fehlende.

Was sich vergleichen lässt, ist die Struktur, und die erklärt die meisten Überraschungen auf der Rechnung.

Kostenlogik von VMware und Proxmox VE im Vergleich
VMware seit 2024 Proxmox VE
Gezählt wirdCPU-CoreCPU-Sockel
Minimum16 Cores pro CPUkeines
Funktionsumfangnach Bundlein allen Stufen gleich
Was eine höhere Stufe bringtmehr Funktionenschnelleren Support
Zuschlag bei später Verlängerungjakeiner
Betrieb im Preisneinnein
Abrechnung in Frankenje nach Vertragüber einen Schweizer Reseller

Getönt ist, wo Proxmox strukturell weniger verlangt. Die vorletzte Zeile ist in beiden Spalten gleich, und sie ist meistens der grösste Posten.

Warum Sockel und Cores so weit auseinanderliegen

Die beiden oberen Zeilen der Tabelle klingen nach einer Formalie und erklären den grössten Teil des Unterschieds. Rechnen Sie es einmal mit Ihrer eigenen Hardware durch, ohne einen einzigen Preis zu kennen.

Ein Host mit zwei Sockeln und 24 Cores pro CPU hat 48 Cores. VMware zählt 48 Einheiten, Proxmox zählt zwei. Für dieselbe Maschine stehen also 48 gegen 2 auf der Rechnung, und dieses Verhältnis gilt pro Host und pro Jahr.

Interessanter ist der kleine Host. Zwei Sockel mit je 8 Cores sind physisch 16 Cores. Weil das Minimum bei 16 Cores pro CPU liegt, zählt VMware trotzdem 32 Einheiten, Proxmox weiterhin zwei. Die Mindestmenge trifft kleine Maschinen härter als grosse, und genau darum fallen Rechnungen für Aussenstellen und kleine Cluster oft höher aus, als das Bauchgefühl sagt.

Daraus folgt eine Frage, die vor jeder Preisliste steht: Wie viele Sockel haben Sie, wie viele Cores sitzen darauf, und wie viele Hosts sind klein genug, dass die Mindestmenge greift?

Die drei Jahre, aufgestellt

Welche Posten in welchem Jahr anfallen
Jahr 1 Jahr 2 Jahr 3
Lizenz oder Subscriptionvollvollvoll
Migrationeinmaligkeinekeine
Doppelbetrieb beider Plattformenmonatsweisekeinerkeiner
Betriebvollvollvoll
Schulung und RunbooksüberwiegendRestkeine
Hardwarenur wenn der Bestand nicht passtkeinekeine

Getönt ist, was nur einmal anfällt. Wer über ein Jahr rechnet, bezahlt die getönte Spalte voll und sieht die Ersparnis der beiden anderen nicht.

Der Doppelbetrieb wird am häufigsten vergessen. Zwischen der ersten umgeschalteten VM und der letzten laufen beide Plattformen, und beide kosten in dieser Zeit. Ein Wechsel, der sich über ein Jahr zieht, trägt diesen Posten ein Jahr lang.

Vier Fehler, die eine Rechnung unbrauchbar machen

Nur Lizenzen zu vergleichen ist der erste. Die Rechnung sieht dann gut aus und hält der ersten Rückfrage aus dem Betrieb nicht stand.

Den Zuschlag für späte Verlängerung zu übersehen ist der zweite. Er verschiebt die Frage vom Kalenderjahr auf Ihr Vertragsdatum, und er macht aus einer gemütlichen Entscheidung eine mit Frist.

Die Windows-Lizenzierung mitzurechnen ist der dritte, und zwar als Fehler in beide Richtungen. Sie bleibt beim Wechsel, wie sie ist, und gehört darum in keine Differenz. Wer zu Hyper-V wechselt, muss sie dagegen sehr genau ansehen.

Den Betrieb mit null anzusetzen ist der vierte und teuerste. Er steht weder in der alten noch in der neuen Liste, und er entscheidet, ob die Plattform nach drei Jahren noch gesund ist.

Die Zeile, die beide Rechnungen weglassen

Der Betrieb steht in keinem Lizenzvergleich, und er ist bei einer mittleren Umgebung oft der grössere Posten. Patches, Kapazitätsplanung, Monitoring, Sicherungen und die Bereitschaft nachts kosten Zeit, ob sie intern anfällt oder eingekauft wird.

Beim Wechsel kommt einmalig die Migration dazu: Bestandsaufnahme, Zielbild, Import, Testphase, Umschalten. Der Ablauf steht auf der Schwesterseite unter VMware zu Proxmox migrieren.

Wie Sie Ihre eigene Zahl bekommen

Sie brauchen vier Angaben: die Anzahl Hosts, die Anzahl CPUs und Cores pro Host, Ihr Verlängerungsdatum und die Frage, ob Sie NSX oder vSAN tatsächlich nutzen. Damit lässt sich beides rechnen, und ohne diese vier Angaben rechnet niemand seriös.

Wie die Proxmox-Stufen aufgebaut sind, steht auf der Schwesterseite unter Subscriptions. Was sich bei VMware geändert hat, steht in der Broadcom-Zeitleiste. Wenn die Zahl am Ende für Bleiben spricht, lesen Sie Wann Sie bleiben sollten, und wenn sie für den Wechsel spricht, nimmt die Checkliste den Ablauf auf.

Das Angebot liegt auf natron.io.

Häufige Fragen

Ist Proxmox günstiger als VMware?

Die Lizenz fast immer, weil pro Sockel gezählt wird statt pro Core und es keine Mindestmengen gibt. Ob die Gesamtkosten sinken, hängt daran, wer die Plattform betreibt.

Warum steht hier keine Zahl?

Weil beide Hersteller ihre Preise selbst veröffentlichen und ändern. Eine Zahl auf dieser Seite wäre irgendwann falsch, und eine falsche Zahl ist schlimmer als keine.

Was kostet der Betrieb?

Das ist der Posten, den beide Rechnungen gern weglassen. Rechnen Sie mit Zeit für Patches, Kapazitätsplanung, Monitoring und geübte Restores, ob Sie selbst betreiben oder einkaufen.

Lohnt sich der Wechsel bei kleinen Umgebungen?

Oft besonders, weil die Mindestmengen bei VMware kleine Umgebungen überproportional treffen. Gegenrechnung ist der Betriebsaufwand, der sich auf wenige Hosts verteilt.

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